Das Hauptziel der Verwaltung des Schang Hutter Nachlasses ist der langfristige Erhalt der Schlüsselwerke 'Schlachtfeldbühne' und 'Himmelsgras'. Beides sind grosse und raumfüllende Figurengruppen. Andere Werke stehen zum Verkauf, um den Erhalt des Nachlasses langfristig zu sichern (die generierten Mittel dienen allein diesem Zweck).
Als sporadischer Helfer und zeitweiliger Mitarbeiter war ich immer wieder in Schang Hutters Schaffen involviert. Bei der Jubiläumsausstellung 2014 war ich sein Stellvertreter und bei der Ausstellung auf dem Landenberg Sarnen 2018 Mitglied der Projektleitung. Bei der Gründung der Schang Hutter AG im Jahr 2017 wurde ich in den Verwaltungsrat berufen, wo ich heute einziges Mitglied bin. In dieser Funktion bin ich nun für die Verwaltung des Schang Hutter Nachlasses verantwortlich.
Die Schang Hutter AG umfasst das letzte Atelier mit Werkzeug, Material, Lehrstücken und Kunstwerken. Sie wurde von Schang Hutter gegründet, um seinen Figuren nach seinem Tod Raum und Zeit zu geben.
Wichtig für den Nachlass und die Führung der AG ist, dass Schang Hutters Werke weiterhin gesehen werden. Neben der Daueraustellung im Freien bei Lantal Textiles AG in Langenthal konnten ausgewählte Werke anderorts im öffentlichen Raum als Leihgaben aufgestellt werden ('vier Figuren in Bronze' im Park des St. Claraspitals in Basel; der 'Bündel' auf dem Dorfplatz Küttigkofen).
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Ein kurzer Rückblick ins Jahr 2025:
Im Frühling konnte ich im Atelier in Attiswil eine Ausstellung einrichten und den Bildhauer Schang Hutter als Zeichner zeigen, so wie es mir gefiel.
Um die 'liegenden Figur (sterbender KZ-Häftling)' bildete sich im Sommer ein Gruppe, die bereit war, sich am Wettbewerb für die Schaffung des 'Schweizer Memorial für die Opfer des Nationalsozialismus' zu beteiligen. Wie bei 43 anderen Bewerber auch endete das Vorhaben ohne Qualifikation. Die Begegnung mit der Arbeit 'liegende Figur (sterbender KZ-Häftling)' und die Auseinandersetzung der Gruppe mit diesem Werk haben mir neben 'gefällt mir' (oder 'gefällt mir nicht') zu einem weiteren Zugang zu Schang Hutters Schaffen verholfen.
Schang Hutter wollte mit seiner Arbeit eine Aussage machen. Die Aussage lässt sich sehr kurz wohl so umschreiben: "Mensch hör auf Kriege zu machen". Die 'liegende Figur (sterbender KZ-Häftling)' ist entstanden, als Schang Hutter im Jahr 1964 auf der Suche nach seiner Figur eine Blockade hatte und diese Blockade nur lösen konnte, als er mit der Schaffung einer Figur verarbeiten konnte, was er durch den Anblick einer Fotografie erlebte, die einen KZ-Häftling zeigte, der auf seinen Befreier zu kroch und vor Schwäche bei dieser Anstrengung starb.
Die 'liegende Figur (sterbender KZ-Häftling)' wurde also von Schang Hutter geschaffen, weil er sonst nicht mehr weiterarbeiten konnte. Und weil er nicht anders konnte, sind weitere Werke entstanden, die auch eine klare Aussage machen, wie die Gruppenfigur 'Schlachtfeldbühne' 1991, die Figurengruppe 'Himmelsgras' und die Skulptur 'Shoah' 1996.
… "weil er nicht anders konnte" … dieser Spur werde ich im Jahr 2026 weiter folgen.
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Alle Werke im Nachlass werden für die Teilnahme an Ausstellungen bereitgehalten.
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David Hutter, für die Schang Hutter Nachlassverwaltung
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Bei Fragen zu Herkunft, Preis oder anderem helfen wir gerne weiter.
Yvonne Nartey Hutter und David Hutter